Aktionen

Warum Aktionen?

Die Amnesty-Mitglieder haben einen großen Anteil an der Amnesty-Arbeit. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht darin, Öffentlichkeit für Menschenrechtsverletzungen zu schaffen. Wir schauen nicht weg, wenn etwas passiert, sondern machen es öffentlich und schützen dadurch die in Not geratenen Menschen.

Aktionen in Nürnberg

Unsere Aktionen reichen von Podiumsdiskussionen bis zur Teilnahme an Festivals. Unter Termine sind alle geplanten Aktionen vermerkt.

Amnesty Mitglieder lassen Luftballons in die Luft steigen

Aktuelle Aktionen

Aktion „Luther 2021 – 500 Jahre Wormser Edikt“

Aus Anlass der Rede Luthers vor dem Kaiser in Worms vor 500 Jahren (Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!) bei der er nicht bereit war seiner tiefen Überzeugung abzuschwören – mit den bekannten Folgen – spannt die Aktion über historische Figuren in dieser Tradition (z. B. Nelson Mandela, Sophie Scholl oder Martin Luther King) zu aktuellen Fällen von verfolgten Menschenrechtlern.

An acht Fällen von Menschenrechtsaktivist:innen aus der ganzen Welt, bekannt und unbekannt, zeigt die Aktion auf, dass auch heute noch viele Frauen und Männer, die sich friedlich auf ihre Glaubens- und Meinungsfreiheit berufen haben, schuldlos im Gefängnis sitzen und von Strafen, Folter bis hin zum Tode bedroht sind.

Die Aktion läuft von Juni bis Ende Oktober 2021 auch im Kooperation mit der evangelischen Kirche und deren Institutionen.

Dort wird mit Plakaten und Foldern auf das Thema aufmerksam gemacht, und durch Auslage von Briefen/Petitionen den Interessenten die Möglichkeit gegeben sich direkt an die Verantwortlichen zu wenden.

Auch weitere Kooperationspartner, wie z. B. Buchhandlungen oder öffentliche Stellen der Sadt sind bereit sich zu engagieren.

Hier befindet sich die Aktionsanleitung für alle die sich an diese Aktion noch beteiligen möchten.

Weitere Materialien wie Folder und Poster stehen hier online zur Verfügung.

Briefe/Petitionen für Julian Assange, das Ehepaar Kausar/Emmanuel, Maria Kolesnikowa, Nassima Al Sada und Germain Rukuki sind abrufbar.

Die deutsch- und englischsprachigen Uighuren-Petitionen stehen ebenfalls zum downloaden bereit.

Für Pressearbeiten haben wir hier ein Presse Kit für diese Aktion vorbereitet.

Erfolge der Aktion

Germain Rukuki ist frei

Anfang Juli 2021 erhielten wir eine großartige Nachricht: Germain Rukuki ist nach vier Jahren in Haft frei! Ursprünglich hätte der burundische Menschenrechtsverteidiger 32 Jahre im Gefängnis verbringen müssen. Für seine Familie ist die Freilassung eine große Erleichterung. Seine Ehefrau Emelyne Mupfasoni bedankte sich mit folgenden Worten: „Ich möchte euch aus tiefstem Herzen für euren Einsatz danken und dass ihr es ermöglicht habt, dass Germain bald wieder bei uns sein kann.“

Schafqat Emmanuel und Shagufta Kausar wurden freigesprochen

Shafqat Emmanuel und Shagufta Kausar wurden am 3. Juni 2021 nach sieben Jahren im Todestrakt endlich freigesprochen. Sie hätten niemals angeklagt und zum Tode verurteilt werden dürfen. Ihr Fall ist ein Beweis dafür, welche Gefahr die drakonischen Blasphemiegesetze des Landes bedeuten können. Die Behörden müssen Shafqat Emmanuel, Shagufta Kausar, ihrer Familie und ihrem Anwalt Saiful Malook sofort angemessenen Schutz gewähren.

 

Vergangene Aktionen

Amnesty auf dem CSD 2021

Dieses Jahr hat sich Amnesty wieder an der Demo am 07. August im Kontext der Pride Week durch die Nürnberger Innenstadt beteiligt.

Die öffentlichen Umzüge – erstmals 1969 in New York und seit den 1970ern in Deutschland -sind mittlerweile in vielen Städten der Republik fester Bestandteil der LSBTIQ Community Aktivitäten.

Fast 5000 Teilnehmer haben sich dieses Jahr in Nürnberg beteiligt. Die Presse berichtet von einem disziplinierten, coronagerechtem Verhalten, was der Stimmung übrigens keinen Abbruch getan hat.

Amnesty begleitete die Veranstaltung unter dem Motto“ Liebe ist kein Verbrechen“, auch um darauf hinzuweisen, dass immer noch in über 60 Staaten Homosexuelle und andere nicht heterosexuelle Beziehungen diskriminiert, verfolgt und bestraft werden, in 6 Ländern sogar noch mit der Todesstrafe rechnen müssen.

Aktion bei der „Lange Nacht der Wissenschaften“ am 19. Oktober 2019

Am 19. Oktober 2019 fand die Lange Nacht der Wissenschaften statt und Amnesty Nürnberg war auch dabei. In der Georg-Simon-Ohm-Hochschule informierten wir unter dem Schlagwort Toxic Twitter über digitale Gewalt im Internet. Um einen Eindruck zu bekommen, welche Wirkung Hasskommentare auf einen haben, haben wir einen Spiegel mit Beschimpfungen aufgestellt – auch Selfies waren möglich. Außerdem haben wir einige Filme gezeigt und viele Infomaterialien bereit gestellt. Wir haben uns über das rege Interesse der Besucher_innen sehr gefreut.

Der englischsprachige Film zur Toxic-Twitter-Kampagne ist auch online verfügbar. Den Flyer gibt es hier und den Leitfaden für betroffene Personen hier zum Download.

Ausverkaufter Kinosaal beim Film „Syria’s Disappeared – The Case Against Assad“ am 2. Mai 2019

Die Hochschulgruppe beim Gruppenbild vorm Casablanca.

Am 2. Mai 2019 lud die Amnesty Hochschulgruppe Nürnberg zum Themenabend über den Film „Syria’s Disappeared – The Case Against Assad“ ins Casablanca ein.

Die Veranstaltung wurde von Herr Dr. Thuselt, der am Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens an der FAU in Erlangen tätig ist, mit einem kurzen Bericht über die Situation in Syrien eröffnet. Er warnte davor trotz der Verdrängung des IS den Krieg frühzeitig als beendet zu erklären und gab zu bedenken, dass der Krieg wohl „in eine zweite Runde“ gehen wird. Anschließend wurde der Film „Syria’s Disappeared – The Case Against Assad“ von der Regisseurin Sara Afshar gezeigt, welcher von den Verschwundenen von Syrien handelt. Viele Menschen wurden seit 2011 willkürlich verhaftet und sind seitdem in den Gefängnislagern verschwunden. Die meisten Angehörigen wissen bis heute nicht, was passiert ist. Der Film dokumentiert die menschenrechtswidrige Lage in Syrien und zeigt sowohl schockierende als auch berührende Szenen zugleich. Im Anschluss war den Zuschauern die Möglichkeit gegeben, Sara Afshar über Skypezuschaltung Fragen zu stellen, welche sie dann ausführlich beantwortete.

Die Veranstaltung war für uns als Hochschulgruppe ein voller Erfolg, da das Kino bis auf den letzten Platz ausverkauft war und wir von den Zuschauern ausschließlich positive Resonanz bekommen haben. Durch den Abend konnten wir einige für das Thema sensibilisieren und verdeutlichten, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten.

Solidaritätsaktion für Eren Keskil in Nürnberg am 9. April 2019

Mitglieder von Amnesty International Nürnberg bei der Mahnwache

Fotografin: Hanna Hartberger / Amnesty Nürnberg

Eren Keskin ist eine mutige Menschenrechtsverteidigerin und Rechtsanwältin, die in der Türkei vor Gericht steht. Bei dem Prozess handelt es sich um eine Anhörung im Hauptverfahren gegen die Unterstützer_innen der pro-kurdischen Zeitung „Özgür Gündem“, in dem Eren Keskin wegen ihrer Tätigkeit als symbolische Chefredakteurin angeklagt ist. Ihr drohen lange Haftstrafen. In einer Mahnwache vor dem türkischen Konsulat in Nürnberg machten wir am Vortag des Prozesses auf den unfairen Prozess und die Einschränkung der Meinungsfreiheit in der Türkei aufmerksam und setzten uns für Eren Keskin ein.

Seebrücke-Demo in Nürnberg am 30. März 2019

Teilnehmer der Seebrücke-Demo

Fotografin: Hanna Hartberger / Amnesty Nürnberg

Gemeinsam mit der Seebrücke Nürnberg sprach sich Amnesty International Nürnberg dafür aus, Nürnberg zum sicheren Hafen zu erklären. Stadtgruppe und Hochschulgruppe demonstrierten gemeinsam für die sichere Ankunft von Flüchtlingen. Weitere Fotos gibt’s auf nordbayern.de.

Menschenrechtsbildung am 11. Dezember 2018

Amnesty International beim Unterrichtsbesuch an der Rudolf Steiner Schule Nürnberg

Fotograf: Stefan Hößle / Rudolf Steiner Schule Nürnberg

Zum 70-jährigen Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte veranstalteten die Amnestygruppen Nürnberg und Schwabach einen Projekttag für die 9. bis 11. Klassen der Rudolf Steiner Schule Nürnberg. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dabei auch auf spielerische Weise durch Scharaden mit den einzelnen Artikeln der Menschenrechte. Anschließend schrieben sie im Rahmen des Briefmarathons 2018 Briefe zur Unterstützung von politisch verfolgten Menschen.

Kogruppentreffen in Nürnberg am 10. November 2018

Menschen stehen zusammen bei einer Kundgebung mit einem Amnesty-Banner

Fotografin: Hanna Hartberger / Amnesty Nürnberg

Beim Kogruppentreffen am 10./11. November war Nürnberg Gastgeber für Amnesty-Aktive aus vielen verschiedenen deutschen Städten. Unter dem Motto „Lass Menschenrechte erblühen“ haben wir gemeinsam mit der Innenstadtkirche Nürnberg auf dem Hauptmarkt dazu aufgerufen, Menschenrechtsverteidiger_innen zu unterstützen.

Brückenfestival in Nürnberg am 11. August 2018

Das Brückenfestival erfreute sich auch in diesem Jahr hoher Beliebtheit in Nürnberg. Auch Amnesty Nürnberg war mit einem Infostand vertreten. Fotos findet ihr auf nordbayern.de

Christopher Street Day (CSD) Nürnberg am 04. August 2018

Amnesty International beim Christopher Street Day in Nürnberg

Der Christopher Street Day Nürnberg stand 2018 unter dem Motto „Community leben – sei dabei“. Selbstverständlich waren auch viele aktive Amnesty-Mitglieder, nicht nur aus Nürnberg, bei der Parade und den anschließenden Feierlichkeiten dabei.

7. Oktober 2021